Macht und Mikropolitik . Advanced Leadership
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Macht – ein alltägliches Thema

„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht“.  
(Max Weber 1947)

Mit anderen Worten: „Macht“ ist keine irgendwie geartete Form oder Substanz, sondern ein Merkmal von sozialen Beziehungen. In diesem Sinne ist Macht nie abstrakt oder objektiv, sondern stets an Personen gebunden. Macht zeigt sich im Handeln und wirkt nur über den, der sie ausübt, in der Wechselwirkung mit einem Gegenüber, das die „Machtbeziehung“ eingeht und sie zulässt.

 

Macht in Unternehmen

In Unternehmen gibt es – ähnlich wie in der öffentlichen Politik – formale und informelle Machtzentren, an denen sich die Organisationsmitglieder orientieren. Die Personen, die diese Zentren besetzen, sind die Verkörperung der Macht im Unternehmen. Will man seine eigene Position im Unternehmen nachhaltig stärken und möglichst viel von seinen Zielen im internen Wettbewerb durchsetzen, geht dies nur über den Weg der Macht. Insofern sind Macht und Mikropolitik konstitutive Bestandteile erfolgreichen Wirkens in Unternehmen und keine moralisch zu verurteilenden Phänomene.

Die meisten Manager erwerben die dazu erforderlichen Fähigkeiten schrittweise im Zuge ihrer Karriere und nicht wenige kommen damit früher oder später in persönliche Konflikte. Die Vorstellung und der Wunsch, allein über Fachkompetenz und sachliche Auseinandersetzung zur Wirkung zu kommen, stehen oft in krassem Gegensatz zu der erlebten „politischen“ Realität.

 

Mikropolitik – politisches Handeln im Unternehmen

Grundlagen persönlicher Macht bilden die Basis für die Anwendung mikropolitischer Taktiken in Organisationen. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass einzelne Taktiken erfolgreich angewandt werden können. Wer zum Beispiel über keine begehrten Ressourcen verfügt, kann die Taktik manipulierender Belohnung nicht einsetzen. Will man in Unternehmen eigene Überzeugungen, Interessen und Ziele durchsetzen oder verhindern, dass andere die eigenen Interessen und Besitzstände bedrohen, muss man zwangsläufig „politisch“ handeln. Leider reicht es in den meisten Fällen nicht aus, in solchen Situationen „rein sachlich“ zu handeln.

 

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